Freie Radikale und Umweltgifte - wie und warum sollte ich meine Haut schützen?

Freie Radikale und Umweltgifte - wie und warum sollte ich meine Haut schützen?

March 17, 2019

Antipollution, Umweltgifte, freie Radikale, Antioxidantien…. immer wieder hört oder liest man diese Schlagworte, wenn man sich durch Skincare-Blogs oder Magazinartikel wühlt. Laut Google Trends hat sich 2014 noch niemand für „Antipollution“ interessiert, 2018 hat der Suchbegriff schon eine deutlich höhere Signifikanz.

Woman starring on cloudy city.

Worum geht es hierbei überhaupt? Ich wusste zum Beispiel, dass freie Radikale „etwas Böses“ sind und meine Haut schädigen, aber damit hatte es sich dann auch mit meinem Kenntnisstand. Also mal etwas genauer recherchieren. Ich stoße auf eine 2017 veröffentlichte Studie von Lancet, die besagt, dass die kontinuierliche (und zwangsläufige) Aufnahme von Umweltgiften über Luft, Trinkwasser, Lebensmitteln etc. die Ursache von 16% aller vorzeitigen Tode ist. Ganz schön heftig. Gott sei Dank ist das Problem den Allermeisten bewusst und wir tun viel dagegen: Kaufen Lebensmittel vom regionalen Biobauern, reduzieren Fleischgenuss, fahren Rad. Aber schützen wir unsere Haut? Und dann gibt es ja auch noch „Digital-Aging“. Das blaue Licht, dass uns jedes Mal von PC oder Handy anleuchtet, kann tief in die Haut eindringen und laut Dr. Felix Bertram, Dermatologe aus der Schweiz, oxidativen Stress in der Haut verursachen.  Die Folge hiervon wie auch von den Umweltgiften: Vorzeitige Hautalterung, eine angegriffene, schlechtere Hautbarriere, weniger Spannkraft und erhöhte Anfälligkeit für Irritationen. Und warum eigentlich genau? Hier kommen die freien Radikale ins Spiel. Freie Radikale kommen eigentlich immer und überall vor, sie sind ein Stoffwechselprodukt und sind erstmal nichts Schlimmes. Kommen Sie aber- hervorgerufen durch Umweltgifte oder eben blaues Licht- konzentriert vor, hat die Haut ein Problem. Diese freien Radikale sind nämlich Moleküle, denen ein Elektron fehlt und wenn wir uns sehr dunkel an unseren Chemieunterricht erinnern können wissen wir, dass diese Moleküle dann ganz dringend mit irgendetwas reagieren wollen, um ihr fehlendes Elektron aufzufüllen. Und das sind dann leider unsere Hautzellen, die durch diesen Vorgang massiv geschädigt werden. Logisch eigentlich. Also was tun? Es helfen die Antioxidantien. Die fangen die freien Radikale ein und geben Ihnen freiwillig ein Elektron ab, so dass sie es nicht mehr unseren Hautzellen stehlen müssen. Stark. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden welches die stärksten Antioxidantien sind und darauf achten, dass diese in unserer täglichen Pflege enthalten sind.

Plants in test tubes.

Was hätten wir denn da: Laut Studien ist Vitamin E (Tocopherol) eines der bekanntesten und effektivsten Antioxidantien, gefolgt von weißem Tee, einer der edelsten Teesorten der Welt. Dieser enthält dreimal so viel Polyphenole wie grüner Tee. Polyphenole werden seit kurzem als „Grundlagen der Lebenserwartung bezeichnet“ und arbeiten aktiv im Körper- sind also viel mehr als „nur“ Antioxidantien. Ginseng – laut Paula’s Choice voll mit Antioxidantien und Vitaminen, außerdem ist die Kaffebeere wohl sehr effektiv. In Japan werden vor allem die antioxidativen Eigenschaften der Wakame hochgeschätzt, sowohl im Restaurant als auch im Beautysalon. Laut verschiedener Studien die u.a. auf NCBI veröffentlicht sind, weist die Wakame im Vergleich die besten antioxidativen Eigenschaften auf. Übrigens erhöht der natürliche Fermentierungsprozess die Konzentration der Antioxidantien noch einmal deutlich! Laut einer Studie koreanischer Forscher führt die Fermentierung zur „Befreiung“ bzw. Synthese vieler zusätzlicher Antioxidantien, die entsprechend freie Radikale fangen können.

Wir sind vor allem davon fasziniert, dass die Geishas schon Anfang des 19. Jahrhundert so genau wussten – und das völlig ohne wissenschaftliche Studien- welche Pflanzenschätze den höchsten positiven Einfluss auf Hautgesundheit und – alterung nehmen. Biofermentierte  Wakame, weißer Tee, Ginseng- all diese Pflanzen sind Teile unserer traditionellen Geisharezepturen gegen Falten. Nicht nur wissenschaftlich bewiesen- sondern auch jahrhundertelang getestet von den schönsten Frauen der östlichen Welt. Super. Und diesen Blogpost schreibe ich völlig ohne Angst vor dem blauen Licht meines Computers (und klappe Ihn jetzt aber trotzdem zu.) Habt einen schönen Tag!



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